27. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Jugendbundesliga: Nordjugend verkauft sich teuer · Kategorien: Jugend

Am Samstag musste unsere erste Jugendmannschaft im Schachzentrum gegen den letztjährigen Deutschen Vizemeister SG Bochum 31 antreten. Aufgrund eines Umzugs musste das zweite Brett Agnes Stoer leider pausieren, doch Simon Messing, der ja mittlerweile in Coesfeld wohnt, sprang dankenswerterweise ein. Auch soll das dritte Brett, Raphael-Timon Reinhardt hier einmal positiv erwähnt werden, da er zwecks Studium nach Erlangen gezogen ist und es sich trotzdem nicht nehmen ließ, sich zur Verfügung zu stellen. Pünktlich um 11 Uhr konnte der Kampf starten, nur das vierte Brett blieb verwaist, da der Bochumer Spieler aus unerfindlichen Gründen nicht erschien. Da sich dies auch nach Ablauf der Karenzzeit nicht geändert hatte, war Mülheim überraschend in Führung gegangen. Ansonsten kam es zu folgenden Paarungen:

 

  1. Mio Simanowski (1835) – Kevin Kahleys (2192)
  2. Raphael-Timon Reinhardt (1797) – Jan Hobusch (2073)
  3. Maximilian Vavro (1769) – Valerian Giraud (1953)
  4. Ilya Dezent (1696) – Marc Butschek (1983) 1:0 (kampflos)
  5. Mathias Vavro (1673) – Fabian Pilat (1900)
  6. Nathan Stoer (1726) – Ajandhan Thanabalasingam (1924)
  7. Moritz Kremer (1739) – Andreas Flicke (1842)
  8. Simon Messing (1719) – Ruben Kollberg (1286)

 

Vom Papier her also eine klare Sache, doch, das sei vorweggenommen, der Kampf dauerte fünfeinhalb Stunden! Gegen 13:40 waren drei Partien mit einer friedlichen Punkteteilung zu Ende gegangen. Den Anfang machte Moritz Kremer am siebten Brett, gegen seinen starken Gegner sicherlich ein positiv zu wertendes Ergebnis. Eine weitere positive Überraschung auch am fünften Brett: Mathias Vavro, der durch eine Erkältung gehandicapt war, schaffte ebenfalls ein Remis. Der Dritte im Bunde war Simon. Hier hätte man sich zwar, da sein Gegner ebenfalls ein Ersatzmann war, einen Sieg gewünscht, doch merkte man Simon die mangelnde Spielpraxis an, denn er verbrauchte sehr viel Bedenkzeit. Etwa zwanzig Minuten später hatte Nathan seine Partie leider verloren, so dass der Mannschaftskampf wieder unentschieden stand. Nathan war ein Versehen unterlaufen und er hatte eine Figur eingestellt. Die Partie war dann natürlich sofort zu Ende.

Es spielten also nur noch die oberen drei Bretter. Am Spitzenbrett musste sich Mio mit dem nominell stärksten Spieler der Liga, seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Kevin Kahleys auseinandersetzen. Hier entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau, in der Mio nur mit Mühe das Gleichgewicht halten konnte. Nach einem geschickten Qualitätsopfer seines Gegners musste er dann nach etwas mehr als vier Stunden doch die Fahnen strecken. Der Gegner führte also mit einem Punkt Vorsprung.

Am dritten Brett hatte sich eine sehr schwerblütige Partie entwickelt, da sich Max sehr passiv aufgestellt hatte. Sein Gegner versuchte ständig, den Druck zu erhöhen und konzentrierte fast seine ganze Streitmacht auf dem Damenflügel. Max hielt lange erfolgreich dagegen, doch als die Stellung etwas offener wurde, setzte sich die Klasse seines Gegners durch und es stand 4,5:2,5. Der Kampf war also entschieden, doch auf dem zweiten Brett wurde noch eine ganze Stunde weitergespielt. Hier hatte sich eine stellenweise dramatische Auseinandersetzung entwickelt und beide Spieler schafftren die Zeitkontrolle mit nur noch ganz wenigen Sekunden auf der Uhr. Raphael hatte dabei die bessere Übersicht behalten und war mit einem gesunden Mehrbauern in die fünfte Stunde gegangen. Als sich das Material deutlich reduziert hatte und nur noch Bauern auf dem Brett waren, schien der ganze Punkt für Mülheim greifbar nahe zu sein, doch ein falscher Königszug und man musste sich nach fünfeinhalb Stunden auf Remis einigen. Schade, aber trotzdem eine großartige Leistung von Raphael!

Der Kampf ging also letztlich mit 3:5 verloren, Die Niederlage kam sicherlich nicht überraschend und die Mannschaft konnte am Ende stolz darauf sein, dass sie sich gut verkauft hatte.

Am 24.2. steht das nächste Spiel in Lippstadt an. Wollen wir hoffen, dass sich die weite Fahrt lohnt!

 

Alf Simanowski

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